Jackson and his Computer Band : Smash

In den Zeiten, in denen Electronica / IDM in einer Sinnkrise zu stecken scheint, weil die Reproduktion eines Cliches immer und immer weiter rotiert, es manchmal scheinbar keinen Ausweg aus dem gesetzten Stilparadigma gibt, kommt auf einmal ein 25-Jähriger aus Paris und veröffentlicht gerade bei Warp eine Platte, die scheinbar den Ausweg weisen kann. Da wird die Platte mit einem Cut-Up-Reigen eröffnet, dass man denkt “Ja klar, Akufen. Hatten wir schon, aber warum das Ganze jetzt auf Warp?” und eh man sich versieht, ist man mittendrin in einem Splitterfunk-Gewitter, das sich gewaschen hat. Elektro und old school Warp-Referenzen geben sich die Klinken in die Hand, als ob es nichts anderes mehr als Türen gibt, die aufgestoßen werden wollen. Eine Achterbahnfahrt der Electronica-Referenzen; eklektizistisch ohne auch nur einmal wie eine billige Kopie zu wirken. Hier arbeitet jemand mit großem Wissen um die richtigen Gesten, um die großen Momente. Nach den unglaublichen Platten von Jimmy Edgar ist auch Jackson and his Computer Band wieder eine Warp-Veröffentlichung, die beides mitdenkt: die Nacht und den Dancefloor im Blick hat aber auch genauso gut mit dem Kopfhörer funktioniert.
(Warp Records / Rough Trade)


