Zwei, die sich (be)kriegen
Laws of Attraction
Vielfach verweist die Screwballkomödie auf ihre großen Vorbilder – Wilder, Hepburn und Tracy -, dumm nur, dass das Tête-à-Tête zwischen Pierce Brosnan und Julianne Moore an diese nie heran reichen kann, wofür in erster Linie die flachen Figuren zu verantworten sind. Zwei erstklassige Scheidungsanwälte (sie: fleißig-bieder, er: chaotisch-charmant) lernen sich kennen und (be)kriegen sich. Im ständigen Schlagabtausch hetzen die beiden durch Verhandlungen, Bettlaken und Irland, wobei auch eifrig mit überholten Klischees gearbeitet wird: Frauen wollen eigentlich nur gerettet werden und landen ohne Mann mit Süßigkeiten vor dem Wetterkanal, lautet eine der reaktionären Botschaften. Die organisierte Anwältin ist dem lässigen Chaoten natürlich ständig unterlegen. Wenn auf einem der zahlreichen Flüge zwischen NYC und Irland darüber hinaus die Dramaturgie verloren geht, weiß man zumindest, dass dieser gescheiterte Versuch, sophisticated comedies zu reanimieren, schnell in Vergessenheit geraten wird.
Laws of Attraction – Was sich liebt verklagt sich
USA 2004
Regie: Peter Howitt
Mit Pierce Brosnan, Julianne Moore, Michael Sheen, Parker Posey, Frances Fisher u. a.
Verleih: Einhorn Film
91 Minuten


